Vereinsgeschichte

Die Vereinsgeschichte des Schützenverein Laupheim

Über 160 Jahre Geschichte definieren unseren Verein – darauf sind wir besonders stolz!

1621 - 1635, Die Anfänge

Die erstmalige Erwähnung von Schützen in Laupheim ist von
1621 überliefert. Sie spricht von einer „Schützengemeinschaft im wehrhaften Sinne“.
 

Ein weiterer Hinweis auf Schützenaktivität in Laupheim findet sich auf einer Ortsansicht, die das damalige Pfarrdorf Laupheim um 1630 zeigt. Gut zu erkennen ist der Schießstand mit Zielscheibe unten rechts.

Leider bricht 1635 die Beulenpest aus. Zwei Drittel der Laupheimer Bevölkerung kommen ums Leben und die Schützengemeinschaft löst sich auf. 

Nach der letzten Erwähnung von 1621 gibt es über 150 Jahre
keine Hinweise auf Schützenaktivität in Laupheim mehr.

1782 - Zweites Auftauchen

Die Spur der Entstehung des Schützenvereins in Laupheim findet sich 1782 wieder. Eine Einladung an die „hoch und viel geehrte Herrn Schützen“ von Laupheim zu einem Freischießen in Warthausen ist erhalten geblieben. In dieser Einladung ist sowohl der genaue Ablauf des Schießens als auch eine bereits bekannte Schützenordnung erwähnt. Zudem fällt auf, dass dieses Schießen der Bewilligung des Grafen bedurfte. In dieser Zeit beginnen sich die Hinweise auf die Entstehung des Schützenvereins Laupheim zu verdichten.

1800 - 1864

Eine Niederschrift zu einem Schießwettkampf, die vermutlich vom Beginn des 19. Jahrhundert stammt, ist die älteste erhaltene Quelle die das Böllerschießen in Laupheim dokumentiert. In der Schrift wird die Aufgabe der Böllerschützen formuliert, jeweils drei Schüsse vor und nach Schießveranstaltungen sowie zur Siegerehrung der einzelnen Disziplinen abzugeben.

Es ist wahrscheinlich, dass die Böllertradition in Laupheim schon seit sehr langer Zeit bestand. Das Brauchtum ist in Europa bereits seit dem 14. Jahrhundert dokumentiert und wurde seither zu kirchlichen Festen und zu den verschiedensten anderen Anlässen ausgeübt.

Am 30. Juni 1823 wurde ein Freischießen mit „fliegenden Riemen“ und obrigkeitlicher Bewilligung angekündigt. 

Ab 1825 wurden Protokolle geschrieben, jedoch in unterbrochener Reihenfolge.

Von 1826 ist ein „Journal für den Schützenverein zu Laupheim“ erhalten. Laut diesem Journal handelt es sich bei den Mitgliedern dieser Vereinigung (wie die ersten Schützen von 1620) um wohlhabende, „gnädige Herren“.

Erstes Schießen vom 21. Mai 1826 mit Teilnehmern „Seiner Gnaden Herr Baron Carl von Welden auf Großlaupheim“, „Se. Excellenz der gnädige Herr Landvogt von Kleinlaupheim“, „Se. Excellenz der Herr Graf Reuttner von Achstetten“, „Se. Excellenz der Herr Baron Ulm von Erbach“, der „Herr Graf Hermann von Kirchberg“ und „Herr Vicar Fischbach von Wiblingen“. Weitere Teilnehmer waren Revisoren, Rentbeamte und Jäger teil.

Am 20. Mai 1827 wird die erste Mitgliederliste erwähnt und es festigten sich erste Personalstrukturen. Der erste Schützenmeister „Johann Nepomuk Storch“ und der Schützenschreiber „Jakob Haug“ werden jeweils für ein Jahr Amtszeit gewählt.

1827 erscheint die Schützenordnung des Vereins. Warum der Verein an dieser Stelle nicht offiziell gegründet wurde ist unklar.

1855 tritt eine kleine Gruppe von Schützen in den Vordergrund, die 1864 schließlich und endlich die ordentliche Vereinsgründung vollzieht.

Der Schießstand befindet sich zu dieser Zeit noch hinter der Wirtschaft „zum Schützen“. Das Grundstück wird von der Familie Hempfer zur Verfügung gestellt. Der Schützenverein besitzt eine 145 Meter lange Schießbahn. Die Schießergebnisse werden mit Zeigerstäben von in Unterständen geschützten Personen aufgezeigt. Die Waffen der damaligen Zeit sind schwere Scheibenstutzen mit Fallblockverschluss im Kaliber 8mm.

Schießen war zu dieser Zeit reine Männersache. Aussage von Engelbert Schick 1928: „Anwesende Damen drehten sich vom Schützen ab und hielten sich beängstigt die Ohren zu, während die Männer lachten und im Zeichen ihrer Standfestigkeit sich selbstbewusst den Bart strichen“.

1864 - 1945

1869 wurde Laupheim von König Karl I. von Württemberg zur Stadt erhoben. Nach dem deutsch-französuschen Krieg 1871 wurde Laupheim als Stadt im Königreich Württemberg Teil des deutschen Kaisserreichs.

Der historiker August Schenziner, bewertete 1897 die Laupheimer Schützen auf folgende Weise:

Bei weitem nicht alle Schützenvereine zu dieser Zeit waren „harmlos“ und dientem „nur dem Vergnügen“. 

Nach dem deutsch-französischen Krieg entstand eine Gründungswelle von Krieger- und Veteranenvereinen, die die kolonialistische und nationalistische Gesinnung vieler Deutscher bediente. 

Das konventielle Schützenwesen erlebte daher ab 1871 einen erheblichen Rückgang. Der Ausbruch des ersten Weltkriegs tat sein Übriges, um die Schützenvereine weiter zu dezimieren.

Die Schützenmannschaft von 1907
Untere Reihe liegend von links nach rechts:
August Eble, Richard Heumann, August Klaiber, Hans Braun, Gottlob Nast, Max Bergmann

Zweite Reihe sitzend:
Anton Eberwein, Oskar Walk, Albert Höchstetter, Paul Gerhard,Josef Manz, Schützenmadel

Dritte Reihe stehend:
Anton Bammert, Hans Schmid, Phillip Rechtsteiner, Rupert Rieber, Louis Löwenthal, Selmar Löwenthal, Hans Aldingern, Willi Eslinger, Freidrich Deibler, Wilhelm Preßmar, Förster Maier, Josef Herrmann, Johann Hempfer

hintere Reihe:
Franz Josef Remmele, Jakob Adler, Altschützenwirt Hempfer mit Enkel, ? , Adolf Rieser, Kienhöfer, Julius Heumann, Marco Bergmann
im Hintergrund die Schiesshalle hinter der Schützenwirtschaft

Nach dem ersten Weltkrieg flammte eine erneute Gründungswelle von Schützenvereinen auf.

Der Versailler Vertrag schränkte zwar das Sportschießen stark ein, doch davon ließen sich die Deutschen nicht lange beeindrucken. Nach den Erfahrungen des ersten Weltkriegs tritt nun jeodch vor allem militärisch geprägtes Schießen in den Vordergrund. Der neu entstandene „Reichsverband deutscher Kleinkaliber-Schützenverbände“ zählt ca. 400.000 Mitglieder. Im Gegensatz zählt der sportlich geprägte Schützenbund lediglich 40.000 Mitglieder. 

Der deutsche Schützenbund führt bald das „Wehrmanngewehr“ ein, m, mit dem der Laupheimer Schütze Franz Neuer 1932 deutscher Meister wird.

1931 nehmen die Laupheimer Schützen an mehreren deutschen Bundesschießen teil und richten das „45. oberschwäbische Bundesschießen“ aus.

 

GRAFIK

 

 

1933 bis 1945

 

Die komplexen Traditionen und Regeln der Schützenvereine sind den Nationalsozialisten suspekt.

Der deutsche Schützenbund wird 1936 aufgelöst, das Vermögen beschlagnahmt und seine Funktionäre verhaftet. 

Schießen wird nun überwiegend in der Hitlerjugend trainiert. Viele wehrfähige Männer ziehen in den Krieg und jüdische Mitglieder werden deportiert. 

Im dritten Reich werden die Aufzeichnungen des Schützenvereins weniger und es wird ruhig um den Verein.

Der neue Schützenverein Laupheim – von 1945 bis heute –

Der Schützenverein Laupeim 1864 überstand das dritte Reich schwer angeschlagen. 
Außerdem bildet sich 1953 der  „Kleinkaliberschützenverein“ in Laupheim neu.

Nach langen Verhandlungen fusionieren beide Vereine 1957 zum bis heute bestehenden „Schützenverein Laupheim 1864 e.V.“
Der alte Schießstand in der Lange Straße hinter der Gaststätte „Zum Schützen“ (Lange Straße 64, existiert bis heute) wurde dem neuen verein vermacht.

Im den Monaten des Jahres 1957 geland die vollständige Erneuerung des Schießstands, der nach Kriegsende von den französischen Besatzern unbrauchbar gemacht wurde.

Der Verein war in den 1950er Jahren derart beliebt, dass die in die Höhe schnellenden Mitgliederzahlen das räumliche Angebot überstieg. Das Grundstück und der Schießstand konnten baulich nicht mehr erweitert werden. Daher gab es nur eine Lösung: Neubau an anderer Stelle

Der Beschluss fällt 1967/1968. Ein Neubau auf einem von der Stadt Laupheim erbetenen Gelände. Die Stadt bewilligte das Ersuchen und stellt dem Verein das heutige Gelände an der Weihertalstraße 77 zur Verfügung.

Im Januar 1971 beginnen die 150 Vereinsmitglieder die Bauarbeiten am Hauptgebäude, das bereits im Dezember des gleichen Jahres fertiggestellt wird.

Die Gesamtanlage wird 1978 nach harter Arbeit und viel Eigenleistung fertiggestellt und zugelassen.

24 Luftgewehr-, 12 Kleinkaliber-, 10 Pistolen-, vier 100 Meter- und ein 90 Meter Bogenstand zählen seither zum Inventar.

1985 erhält der Verein in einer groß angelegten Fahnenweihe seine heutige Vereinsfahne (die Fahnenfabrik Burger in Munderkingen benötigte für die 1,25×1,25m große Fahne 240 Arbeitsstunden).

1989 feiert der damals zweitgrößte Verein Oberschwabens sein 125-jähriges Bestehen. Er zählte zu der Zeit 370 Mitglieder.


2012 können die Böllerschützen ein kleines Jubiläum feiern, nachdem sie 2002 die jahrhundertealte Tradition wieder aufgenommen hatten.
Seither ist es ihre Aufgabe, Laupheims höchste Festivität, das Laupheimer Kinder- und Heimatfest, sowie das Funkenfeuer anzuböllern.

2005 spaltet sich eine Bogenabteilung vom SVL1864 ab und wird zum Bogensportclub Laupheim (BSC).


1621 - 1635
Die Anfänge
Die erstmalige Erwähnung von Schützen in Laupheim ist von
1621 überliefert. Sie spricht von einer „Schützengemeinschaft im wehrhaften Sinne“.
 

Ein weiterer Hinweis auf Schützenaktivität in Laupheim findet sich auf einer Ortsansicht, die das damalige Pfarrdorf Laupheim um 1630 zeigt. Gut zu erkennen ist der Schießstand mit Zielscheibe unten rechts.

Leider bricht 1635 die Beulenpest aus. Zwei Drittel der Laupheimer Bevölkerung kommen ums Leben und die Schützengemeinschaft löst sich auf. 

Nach der letzten Erwähnung von 1621 gibt es über 150 Jahre
keine Hinweise auf Schützenaktivität in Laupheim mehr.
1782
Zweites Auftauchen

Die Spur der Entstehung des Schützenvereins in Laupheim findet sich 1782 wieder. Eine Einladung an die „hoch und viel geehrte Herrn Schützen“ von Laupheim zu einem Freischießen in Warthausen ist erhalten geblieben. In dieser Einladung ist sowohl der genaue Ablauf des Schießens als auch eine bereits bekannte Schützenordnung erwähnt. Zudem fällt auf, dass dieses Schießen der Bewilligung des Grafen bedurfte. In dieser Zeit beginnen sich die Hinweise auf die Entstehung des Schützenvereins Laupheim zu verdichten.

1800 - 1864
1800 - 1864

Eine Niederschrift zu einem Schießwettkampf, die vermutlich vom Beginn des 19. Jahrhundert stammt, ist die älteste erhaltene Quelle die das Böllerschießen in Laupheim dokumentiert. In der Schrift wird die Aufgabe der Böllerschützen formuliert, jeweils drei Schüsse vor und nach Schießveranstaltungen sowie zur Siegerehrung der einzelnen Disziplinen abzugeben.

Es ist wahrscheinlich, dass die Böllertradition in Laupheim schon seit sehr langer Zeit bestand. Das Brauchtum ist in EUropa bereits seit dem 14. Jahrhundert dokumentiert und wurde seither zu kirchlichen Festen und zu den verschiedensten anderen Anlässen ausgeübt.

Am 30. Juni 1823 wurde ein Freischießen mit „fliegenden Riemen“ und obrigkeitlicher Bewilligung angekündigt. 

Ab 1825 wurden Protokolle geschrieben, jedoch in unterbrochener Reihenfolge.

Von 1826 ist ein „Journal für den Schützenverein zu Laupheim“ erhalten. Laut diesem Journal handelt es sich bei den Mitgliedern dieser Vereinigung (wie die ersten Schützen von 1620) um wohlhabende, „gnädige Herren“.

Erstes Schießen vom 21. Mai 1826 mit Teilnehmern „Seiner Gnaden Herr Baron Carl von Welden auf Großlaupheim“, „Se. Excellenz der gnädige Herr Landvogt von Kleinlaupheim“, „Se. Excellenz der Herr Graf Reuttner von Achstetten“, „Se. Excellenz der Herr Baron Ulm von Erbach“, der „Herr Graf Hermann von Kirchberg“ und „Herr Vicar Fischbach von Wiblingen“. Weitere Teilnehmer waren Revisoren, Rentbeamte und Jäger teil.

Am 20. Mai 1827 wird die erste Mitgliederliste erwähnt und es festigten sich erste Personalstrukturen. Der erste Schützenmeister „Johann Nepomuk Storch“ und der Schützenschreiber „Jakob Haug“ werden jeweils für ein Jahr Amtszeit gewählt.

1827 erscheint die Schützenordnung des Vereins. Warum der Verein an dieser Stelle nicht offiziell gegründet wurde ist unklar.

1855 tritt eine kleine Gruppe von Schützen in den Vordergrund, die 1864 schließlich und endlich die ordentliche Vereinsgründung vollzieht.

Der Schießstand befindet sich zu dieser Zeit noch hinter der Wirtschaft „zum Schützen“. Das Grundstück wird von der Familie Hempfer zur Verfügung gestellt. Der Schützenverein besitzt eine 145 Meter lange Schießbahn. Die Schießergebnisse werden mit Zeigerstäben von in Unterständen geschützten Personen aufgezeigt. Die Waffen der damaligen Zeit sind schwere Scheibenstutzen mit Fallblockverschluss im Kaliber 8mm.

Schießen war zu dieser Zeit reine Männersache. Aussage von Engelbert Schick 1928: „Anwesende Damen drehten sich vom Schützen ab und hielten sich beängstigt die Ohren zu, während die Männer lachten und im Zeichen ihrer Standfestigkeit sich selbstbewusst den Bart strichen“.

1864 - 1871
1864 - 1871

869 wurde Laupheim von König Karl I. von Württemberg zur Stadt erhoben. Nach dem deutsch-französuschen Krieg 1871 wurde Laupheim als Stadt im Königreich Württemberg Teil des deutschen Kaisserreichs.

Der historiker August Schenziner, bewertete 1897 die Laupheimer Schützen auf folgende Weise (siehe oberes Bild)

Bei weitem nicht alle Schützenvereine zu dieser Zeit waren „harmlos“ und dientem „nur dem Vergnügen“. 

Nach dem deutsch-französischen Krieg entstand eine Gründungswelle von Krieger- und Veteranenvereinen, die die kolonialistische und nationalistische Gesinnung vieler Deutscher bediente. 

Das konventielle Schützenwesen erlebte daher ab 1871 einen erheblichen Rückgang. Der Ausbruch des ersten Weltkriegs tat sein Übriges, um die Schützenvereine weiter zu dezimieren.

1907
Die Schützenmannschaft von 1907

Untere Reihe liegend von links nach rechts:
August Eble, Richard Heumann, August Klaiber, Hans Braun, Gottlob Nast, Max Bergmann

Zweite Reihe sitzend:
Anton Eberwein, Oskar Walk, Albert Höchstetter, Paul Gerhard,Josef Manz, Schützenmadel

Dritte Reihe stehend:
Anton Bammert, Hans Schmid, Phillip Rechtsteiner, Rupert Rieber, Louis Löwenthal, Selmar Löwenthal, Hans Aldingern, Willi Eslinger, Freidrich Deibler, Wilhelm Preßmar, Förster Maier, Josef Herrmann, Johann Hempfer

hintere Reihe:
Franz Josef Remmele, Jakob Adler, Altschützenwirt Hempfer mit Enkel, ? , Adolf Rieser, Kienhöfer, Julius Heumann, Marco Bergmann
im Hintergrund die Schiesshalle hinter der Schützenwirtschaft

1918
Nach dem 1. Weltkrieg

Nach dem ersten Weltkrieg flammte eine erneute Gründungswelle von Schützenvereinen auf.

Der Versailler Vertrag schränkte zwar das Sportschießen stark ein, doch davon ließen sich die Deutschen nicht lange beeindrucken. Nach den Erfahrungen des ersten Weltkriegs tritt nun jedoch vor allem militärisch geprägtes Schießen in den Vordergrund. Der neu entstandene „Reichsverband deutscher Kleinkaliber-Schützenverbände“ zählt ca. 400.000 Mitglieder. Im Gegensatz zählt der sportlich geprägte Schützenbund lediglich 40.000 Mitglieder. 

Der deutsche Schützenbund führt bald das „Wehrmanngewehr“ ein, m, mit dem der Laupheimer Schütze Franz Neuer 1932 deutscher Meister wird.

1931 nehmen die Laupheimer Schützen an mehreren deutschen Bundesschießen teil und richten das „45. oberschwäbische Bundesschießen“ aus.

1933 - 1945
Der Schützenverein während der NS-Zeit

Die komplexen Traditionen und Regeln der Schützenvereine sind den Nationalsozialisten suspekt.

Der deutsche Schützenbund wird 1936 aufgelöst, das Vermögen beschlagnahmt und seine Funktionäre verhaftet. 

Schießen wird nun überwiegend in der Hitlerjugend trainiert. Viele wehrfähige Männer ziehen in den Krieg und jüdische Mitglieder werden deportiert. 

Im dritten Reich werden die Aufzeichnungen des Schützenvereins weniger und es wird ruhig um den Verein.

1945 bis Heute
Der neue Schützenverein Laupheim

Der Schützenverein Laupheim 1864 überstand das dritte Reich schwer angeschlagen. 
Außerdem bildet sich 1953 der  „Kleinkaliberschützenverein“ in Laupheim neu.

Nach langen Verhandlungen fusionieren beide Vereine 1957 zum bis heute bestehenden „Schützenverein Laupheim 1864 e.V.“
Der alte Schießstand in der Lange Straße hinter der Gaststätte „Zum Schützen“ (Lange Straße 64, existiert bis heute) wurde dem neuen verein vermacht.

Im den Monaten des Jahres 1957 gelang die vollständige Erneuerung des Schießstands, der nach Kriegsende von den französischen Besatzern unbrauchbar gemacht wurde.

Der Verein war in den 1950er Jahren derart beliebt, dass die in die Höhe schnellenden Mitgliederzahlen das räumliche Angebot überstieg. Das Grundstück und der Schießstand konnten baulich nicht mehr erweitert werden. Daher gab es nur eine Lösung: Neubau an anderer Stelle

Der Beschluss fällt 1967/1968. Ein Neubau auf einem von der Stadt Laupheim erbetenen Gelände. Die Stadt bewilligte das Ersuchen und stellt dem Verein das heutige Gelände an der Weihertalstraße 77 zur Verfügung.

Im Januar 1971 beginnen die 150 Vereinsmitglieder die Bauarbeiten am Hauptgebäude, das bereits im Dezember des gleichen Jahres fertiggestellt wird.

Die Gesamtanlage wird 1978 nach harter Arbeit und viel Eigenleistung fertiggestellt und zugelassen.

24 Luftgewehr-, 12 Kleinkaliber-, 10 Pistolen-, vier 100 Meter- und ein 90 Meter Bogenstand zählen seither zum Inventar.

1985 erhält der Verein in einer groß angelegten Fahnenweihe seine heutige Vereinsfahne (die Fahnenfabrik Burger in Munderkingen benötigte für die 1,25×1,25m große Fahne 240 Arbeitsstunden).

1989 feiert der damals zweitgrößte Verein Oberschwabens sein 125-jähriges Bestehen. Er zählte zu der Zeit 370 Mitglieder.

 
2012 können die Böllerschützen ein kleines Jubiläum feiern, nachdem sie 2002 die jahrhundertealte Tradition wieder aufgenommen hatten.
Seither ist es ihre Aufgabe, Laupheims höchste Festivität, das Laupheimer Kinder- und Heimatfest, sowie das Funkenfeuer anzuböllern.
 
2005 spaltet sich eine Bogenabteilung vom SVL1864 ab und wird zum Bogensportclub Laupheim (BSC).